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<center><a name="sommario">INHALTSVERZEICHNIS</a></center>

<center><a name="cloisonne">Zellenschmelz</a></center>

Also genannt "Zellenschmelz" - das ist die älteste Technik: sein Name kommt von französischem Wort “cloison”, d.h. “Zelle”. Man zeichnet das Sujet, über dem einen Draht auf das Metall (Kupfer, Silber oder Gold) gestellt wird, um den Umriss der Zeichnung deshalb zu definieren. Dann werden die erhaltenen Zellen mit Email anderer Farben gefüllt, und das Werk wird gebrannt. Cloisonné macht es möglich, verschiedene Emailfarben ohne die Ausdehnungsrisikos anzuwenden, die das Email in Verbindung springen oder brechen kann. So bilden sich „Ausdehnungsbrücke“, dank deren man im Altertum trotz ihres Mangels an den notwendigen chemischen und physischen Ideen emaillieren konnte. Ein außergewöhnliche Beispiel dieser Technik ist die "Pala d'Oro", d.h. das goldene Altarretabel von Markusdom in Venedig, das mit dem Byzantinischem Stil geschafft wurde.

Hauptphasen der Cloisonné-Technik.

<center><a name="champleve">Grubenschmelz</a></center>

Champlevé oder Grubenschmelz-Email ist eine sehr alte Technik, die sich im Laufe der Zeit entwickelt.  Sein Name kommt aus Französisch "Champ levé", das bedeutet wörtlich "erhöhte Platte".  Man kann sie zwei Techniken unterscheiden:

- Champlevé auf Bronzeverschmelzung

Champlevé wurde als eine Stellung von Email in die von Bronzeverschmelzungen bekommenen Gravuren. Die Kelten und Nordbarbaren benutzten diese Technik für die Schaffung von Juwelen und religiöse und persönliche Gegenstände schon bis dem 4. Jahrhundert vor Christus. Die erste Aussage von Champlevé findet in den geschichtlichen Schriften von Philostratus von Lemnus (zirka 290 v.Chr.) statt.

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- Champlevé auf Kupferplatte

Während des Mittelalters wurden die großen Schulen von Limoges, Meuse und Rhein gegründet, wo zwei neuen Techniken von Champlevé entwickelt wurden:

Mechanisches Eingravieren mit Stichel und Meißel.
Chemisches Eingravieren mit Säurekorrosion.

Die beiden Techniken erlaubten den Künstlern, mehr präzise und hochwertige Werke mit höheren Ausdruckmöglichkeiten zu produzieren. Champlevé-Emaille wurde sehr gewöhnlich für die Produktion von frommen Werken wie Reliquiaren, Kelche und Pyxis. Limoges kann sicher der wichtigsten der drei oben genannten Schulen und die Hauptstadt von Emailkunst im Mittelalter. 

Limoges- (links) und Meuse- (rechts) Schulen vergleicht. Bemerken Sie die Stilunterschieden: eine goldene Figur über Email und eine emaillierte Figur über Gold.

<center><a name="bassetaille">Grubenrelief</a></center>

„Basse-Taille“ Emaillierung (d.h. durchscheinendes Email auf Basrelief) hat ihr erst Erscheinen im 13. Jahrhundert. Der bekannten Kelch für Papst Nikolaus IV (1288-1292) von Goldschmidt aus Siena Guccio di Mannaia ist der erst Beispiel dieser Technik und geht 30 Jahren die Diffusion von Basse-Taille in Frankreich voran. Im Wesentlichen ist sie eine Entwicklung von Champlevé aber im Gegensatz zur ihr wird besonders für die Dekoration auf Gold oder Silber. Bei dieser Technik schafft man ein Basrelief-Meißel, dann die Meißel werden in viele Phasen mit transparenter oder durchscheinender Emaille gefüllt und im Brennofen gebrannt, sodass man verschiedenen Tonen und Helldunkeleffekten zu bekommen, um die Helligkeit der kostbaren Metalle zu erhöhen. Durchscheinendes Basse-Taille Email ist eine Bedeckung der ganzen Oberflache und ist ein erste Schritt zum Email-Peint. Später wird die Benutzung von opaker Email bei der Schule von sogenannten Pseudo-Monvaerni ein Weiterschritt. Das bekannteste Werk dieser Technik ist gewiss das Reliquiar-Korporal von Bolsena in der Dom von Orvieto, das von Italienischen Goldschmidt und Bildhauer Ugolino di Vieri geschaffen wurde.

Zwei Werken (1945-1956) von jungem Francesc Vilasís-Capalleja: links, ein Grubenrelief aus Silbermeiÿel; rechts, ein ander fertige durchscheinende Grubenrelief auch auf Silbermeissel.

<center><a name="emailpeint">Maleremail</a></center>

Maleremail (auf Französisch „émail peint“ genannt) ist eine Technik, bei der Email auf dem Metall wie ein Lack auf Leinwand benutzt wird. Erstens wird das Metall mit Email an die beiden Oberflächen bedeckt, sodass die Rückseite des Metalls gegen die Erosion der Zeit geschützt wird und die Vorderseite fertig zu dekorieren wird. Um das Metall zu dekorieren, stellt man über- und nebeneinander die Emailfarben auf verschiedene Schichte wie Lack. Dann wird Email auf dem Metall gebrannt. Nach Brennen stellt man fein zermahlte Emailfarben mit einem Pinsel, um die Detaille sichtbar zu machen. Schließlich wird ein dünnes Goldblatt gestellt, sodass es möglich ist, die Farbe heller zu machen. Diese Technik wird erst zeitgleich in Frankreich und Italien benutzt. Jean Fouquet hat sein bekannte Porträt geschaffen, als er von Italien zurückkam: er hat émail-peint von Filarete kennengelernt. Die besten Künstler fügen auch Geld- oder Silberblatten („Paillons“)  um Licht zur Seiden- und Stoffteilen zu leuchten.

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<center><a name="grisaille">Kamee</a></center>

Die Grisaille-Technik (oder Kamee) ist ähnlich dem Maleremail. Sie ist ideal für einen Helldunkeleffekt. Sein Name kommt aus französischem Wort „gris“, d.h. „grau“, als man damit verschiedene Grautone erzeugen kann. Bei dieser Technik vorbereitet man ein Hintergrundschicht von schwarzem gebranntem Email, das zunächst mit weißem Email bedeckt wird. Dann wird das weiße rohe Email mit feinen Instrumenten abgekratzt, sodass Schichten von verschiedenen Dicken und ein Basrelief-Effekt erhalten werden. Mit dieser Technik kann der Kunstler viele Grautonen dank der Transparenz des weiße abgekratzte Emails erhalten. Den Körperteilen gebt man ein fleischfarbener Ton, aber die Figuren, die Beschreibungen und die Welldesigns werden in Gold gestellt. Die Grisaille-Technik ist typisch der Renaissance in Limoges. Beim Wort Grisaille meint man auch Email auf Kathedralglass: in diesem Fall benutzt man dunkles schwarzes Email mit brauen, blauen, grünen oder grauen Tonen. Nach der Anwendung wird Email teilweise oder völlig abgenommen, um die notwendigen Tonen zu bekommen. Für mehrere Informationen,  sehen Sie auch „Email auf Glas“. 

Links: die Taufe von Jesus, 17. Jahrhundert, aus einem unbekannten Autor.

Rechts: eine moderne Werke aus Jean Zamora.

<center><a name="pliqueajour">Fensteremail</a></center>

Plique-à-jour oder Fenster-Email ist eine Emailliertechnik, bei der man transparenten Emaillen in einem Rahmen ohne Grund aus metallischen Drahte oder Stegen gestellt wird, sodass das Licht durchkommen kann. Im Gegensatz der Cloisonné-Technik wird der Rahmen auf keinem Grund gelötet: der Emailmaße wird in einem Metall- oder Glimmerrahmen gestellt, der nach Brennen und Kühlung abgenommen wird. Diese Technik wirkt also wie ein Glasfenster. Fenster-Email wurde in Italien und Frankreich im 14. Jahrhundert erfindet; sein Gegenstück in Japan wird Shotai Shippo genannt und mit einem Kupfergrund geschaffen wird, der später mit Säuren abgenommen werden muss. 

Orlando Sparaventi, "Christus", Plique-à-Jour, Museum "Alte Mühle", Himmerod.

<center><a name="peinture">Emailmalerei</a></center>

Emailmalerei wurde in Limoges im 17. Jahrhundert verbessert. Bei dieser Technik malte man ähnlich in Aquarell über Keramik. Der Künstler beginnt mit der Streichung von einer ersten Schicht von mattem oder glänzendem, weißem oder pastellfarbenem Email über ein Gold- oder besonders ein Kupferplatte. Nach dem Brennen und dem Polieren der Rückseite streicht man erst die Zeichnung und später die Emailfarben mit einem Pinsel. Jeder Farbschicht wird abgetrocknet und gebrannt. 

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<center><a name="rondebosse">K&oumlrperemail</a></center>

Email “en ronde bosse” ist eine Technik, bei der das Email auf krummen oder dreidimensionalen Hochreliefgegenstände. Diese Technik wurde in der Gotik und in der Renaissance besonders für goldene Bildhauereien und Schmucken. Das Hauptproblem dieser Technik ist die Notwendigkeit, das Metall von Brennschaden zu bewahren. Dann benutzt man Kalziumsulfate, um die nicht emaillierenden Teile des Gegenstands zu bedecken. Die Saliera Italienischer Kunstler Cellini ist ein der berühmtesten Bespiele von Ronde-Bosse.

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<center><a name="altoscultura">Relief und Skulptur</a></center>

„Ronde-Bosse” war eine wichtige Evolution im Emaillieren und spielte eine entscheidende Rolle in der Entwicklung von verschiedenen komplizierten Stilen, sodass man auch sehr unregelmäßige Oberflächen, wie Reliefs oder Skulpturen, emaillieren kann. Tatsächlich kann „Ronde-Bosse“ nur für die Emaillierung von kleinen Juwelen benutzt werden. Die Hauptschwierigkeit der Produktion von größeren Werken besteht aus die Möglichkeiten von Entfernen, Spannung und Spalte im Email auf den großen und unregelmäßigen Oberflächen, aber dank der Entwicklung von Emaille mit einem bestimmten Ausdehnungskoeffizient wurde es möglich, diese Probleme zu überwinden. Diese Risiken sind das Grund, aus dem die Emaillierung von Skulpturen ist selten auch in unserer Epoche. Für die Produktion von diesen Werken konnte der Emailkunstler wählen, zwei oder mehr Techniken zusammenzufügen, um wertvollen Resultaten zu bekommen.

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Oben: Beispiele von Emailskultpur auf Kupfer.

Unten: Zwei Emailreliefs aus Franco Bastianelli (Laurana).

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<center><a name="miniatura">Miniaturemail und Rostower Finift</a></center>

Das Wort „Miniatur“ hat verschiedene Bedeutungen. Zuerst war die Miniatur eine Illustrationstechnik für die ersten Buchstaben von den Kapiteln in den Manuskripten, die im Mittelalter von den Kopisten produziert wurden. Man glaubt, dass „Miniatur“ aus dem Lateinischem Wort „minium“ kommt, d.h. die Bleioxyden, die für Rot in der Miniatur benützt wurden. Seit dem 14. Jhdt. bedeutet dieses Wort auch alle Arte von kleinen Malereien. Wegen seiner Eigenschaften und Natur ist Emaillierung einfacher mit kleinen Maßen, sodass die Emailkünstler schon das Miniaturstil (besonders mit der Techniken „Email-Peint“, „Peinture sur Email“ und selten „Grisaille“) für ihre Produktionen auswählten.

Die Bezeichnung „Miniatur auf Email“ ist aber meistens für eine spezielle Technik benutzt, die im 17. Jhdt. von den Künstlern Jean und Henri Toutin aus Schweiz entdeckt und von ihrem Schüler Jean Petitot entwickelt wurde. Diese von Mittelalterlichen Miniatur inspirierte Technik besteht aus der Benützung von Pigmenten mit Terpentinöl, die wie Aquarell auf einer mit weißem Email bedeckte Kupferoberfläche gebürstet wurden. Nach dem Brennen wurde das Werk mit transparentem Email bedeckt, um es heller zu machen. Heute produzieren Künstler ihren Miniaturen mit der Technik „Peinture sur Email“ lieber mit Emailfarben. Im Gegenteil benützen andere Künstler die Technik  „Email Peint“.

Theaterfernglas mit Miniaturen auf weissem Email.

Miniatur auf Email wurde schon sehr berühmt in Russland, wo die Miniatur als „Finift“ (d.h. „helles Stein“) bekannt wurde. Zuerst wurde Email in Russland von der Byzantinischen Kunst beeinflusst. Es war nur nach Wunsch des Erzbischofs von Rostow Weliki im Jahr 1760, dass ein Ikon-Atelier gegründet wurde, wo die Künstler Miniatur-Ikonen mit der „Peinture sur Email“ Technik produziert (Für mehrere Informationen sehen auch unsere Einführung zur Welt der Ikonen). In Rostow hatte das Finift guter Erfolg im Feld der heiligen Kunstwerken, aber im 19. Jahrhundert wurde die Miniatur auf Email im Westenstil besonders für die Produktion von Kostbarkeiten wie Schnupftabakdosen, Uhren, Puderdosen, usw. benutzt. Die Lieblingsmotive dieses Stils waren die Imitation der berühmtesten Westwerken (Rubens, Raphael, usw.) und die Produktion von Porträten der Eigentümer, die die Werk bestellt hatten (besonders Adliger, Bourgeoisen, Zaren usw.).

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Mina“ ist auch eine andere Form von Emaillierung, die als Miniatur bekannt ist. Dieser Stil ist typisch von Iran und wurde viele Jahrhunderte vor der europäischen „Miniatur auf Email“ entwickelt. Nach einigen Experten existierte dieser Stil schon in der Sassaniden Epoche (224-651), aber die älteste sichere Prüfungen dieser Emailtechnik finden in der Epoche der ersten Islamische Ilchane Herrscher von Persien, Ghazan Khan (1295-1304), statt.

Die Bezeichnung „Mina“ kommt aus Persischem Wort „minoo“, das bedeutet Himmel, als Azurblau ist die Hauptfarbe dieses Stils. Im Verfolg der Grundsätzen von Islam vorstellt das Mina-Email keine Menschen, sondern nur Blumen, Tiere und Panoramas. Isfahan ist die Hauptstadt für die Produktion von Mina-Werken, besonders Vasen, Platten, Juwelen, Kerzenhaltern usw.

Beispiele der Technik "Mina" (Iranisches Miniaturemail).

<center><a name="sgraffio">Sgraffito oder Sgraffio und "Taglio molle"</a></center>

Sgraffito ist eine Technik, bei der das ungebrannte Email mit einem spitzen Instrument eingeschnitten wurde, sodass die darunterliegenden Schichten von Email oder das Metall nach Brennen sichtbar werden. Die anderen Figuren werden nach dem Geschmack des Künstlers. In den modernen Werken wird Sgraffito von Künstlern auch mit noch heißem Email feinbearbeitet, sodass speziellen Effekten bekommen werden. Die Technik "Taglio Molle" (d.h. "Weiches Schnitt") war &aumlhnlich Sgraffito und K&uumlnstler des 20. Jahrhunderts wie Giuseppe Guidi und Giuseppe Maretto haben sie benutzt, um die Umrisse zu unterstriechen.

Detail aus dem Christophorus von Giuseppe Maretto, 45x110 cm, etwa 1960-1970.

<center><a name="guilloche">Guilloché</a></center>

Guilloché-Email besteht auf durchscheinenden Emaillen auf ein wiederholtes mit einer Handbetriebsmaschine im Metall geschnitztes Muster (das „Guilloché“ genannt ist). Das Guilloché-Email war eine Lieblingstechnik für Goldschmiede und Silberschmiede und wurde weltbekannt dank der Werke des Fabergé-Ateliers, wo man die sogenannte Fabergé-Eier und andere Juwelierwerken aus Gold und Silber für die Zaren im 19. Jahrhundert produzierte.

Kasten mit blauem Email von Peter-Karl Fabergé aus der Sammlung Sorgente Group. Man kann noch das Guilloché-Muster unter dem durchscheinenden blauen Email sehen.

<center><a name="ceramica">Emaildekoration auf Keramik and Raku</a></center>

Das Wort "Keramik" bezeichnet eine Vielzahl anorganischer Stoffe, die sehr einfach to schaffen sind und nach Brennen sehr hart werden. Es gibt viele Unterteilungen von Keramik, d.h. Irdenware, Steingut, Steinzeug, Porzellan und Sondermassen.

Die Anwendung von Glasurfarben auf Keramik ist anders als Emaillierung auf Metall und braucht spezieller Produkte für die andere Ausdehnung und Temperaturen dieses Materials. Die Haftung der Glasuren auf Keramik wird nicht mit denselben chemischen und physischen Prinzipen der Emaillierung bekommen. Trotzdem sind die Auftragstechniken ähnlich der Emaillierung und man ein Brennofen für hohe Temperatur braucht. Email auf Keramik ist einfacher als Email auf Metall und wird nach 3000 v.Chr. benutzt, wie man in der Töpferei der Samarra-Kultur (Bagdad) zirka 5000 v.Chr. sehen kann. Die erste Emaille auf Keramik war mit Natrium und Kalium bekommen, die aus der Mischung während des Trocknens auftaucht oder ausdrücklich hinzufügt wurden. Während des Brennens schmälzten Natrium und Kalium in der Mischung, sodass sie eine Schicht mit guten Helligkeit und Widerstand formen. Zirka 2500 v.Chr. begannen die Ägyptern, das Türkis zu benutzen; es wurde von Kupfer bekommen und zirka 1500 v.Chr. wurden die Farben verbessert. Man konnte Violett aus Mangan, Gelb aus Chrom und Blei-Antimon, Rot aus Eisen und Weiß aus Zinn bekommen. Die schöne griechische Keramik verbreitete durch die Mittelmeerzone und beeinflusst ihr Geschmackssinn. Der etruskische Bucchero, mit seinen typischen dunkeln Farben, wurde mit einer Reduktion zirka 1000 v.Chr. produziert. Die Romischen lernten und verbreiteten die besten Techniken durch die ganze Europa.  Unter den Techniken, die eigentümlich der Dekoration auf Keramik sind, ist Raku am wichtigsten. Das ist eine Technik, die im 16. Jahrhundert in Kyoto (Japan) erfunden wurde. Raku wird schnell auch im West dank der Einzigartigkeit der Werken und auch der speziellen irisierenden Effekten der Farben verbreitet. Bei der Raku-Technik brennt man das Stück in einem heißen Brennofen (900-1000°C), dann wird das Werk schnell in einem mit organischem Brennstoff gefühltem Behälter abgekühlt. Als diese Brennstoffe das heiße Stück berühren, wird der Sauerstoff gebrannt (dieser Prozess wird „Reduktion“ genannt). Das Werk wird dann in Wasser eintaucht, sodass man die Abkühlung des Werks und die Entfernung der Brennstoffresten bekommt. Bei diesem Prozess kann man das typische Irisieren dieser Technik bekommen.  

Zwei Beispiele von Dekoration auf Keramik: ein Etrusker Bucchero aus dem Friedhof von Ostia dell'Osa und "Schild", ein Raku-Werk von Oronzo Mazzotta.

<center><a name="vetro">Emaildekoration auf Glass</a></center>

Trotzdem das Email besonders mit Metall oder Keramik in Verbindung steht, ist es Möglich, Emaille auf Glas zu stellen. Emaillieren auf Glas wurde am Ende des Mittelalters entwickelt, als man begann, Kirchen mit großen Fenstern zu bauen, um das Licht ins Innere durchdringen zu lassen. Die Abtei von Tegernsee in Bayern ist das erste Beispiel, die nach Philippe Burty am Ende des 10. Jahrhunderts wiedergebaut wurde. Emaille soll mit einer speziellen Temperatur (520-800°C) gebrannt werden, sodass keine Spalten formen. Email für Glas ist besonders durchscheinend in artistischen Werken, aber das Deckemail wird von den Handwerkern benutzt. Die Techniken für Emaillieren auf Glas sind ähnlich dem Email auf Metall; die Schönheit und Helligkeit dieser Kunst scheint noch in jeder Kirche. Man kann das Email mit den traditionellen Malereitechniken, besonders mit einem Pinsel aber auch bei Siebdruck- oder Abziehbildtechniken. Die transparenten und durchscheinenden Farben können wie Lacken verdünnt und gestrichen werden, sodass verschiedene Tone und Helldunkeleffekte bekommen werden. Dank der Transparenz des Glas ist es Möglich, die Farben unter oder über das Glas zu emaillieren. Kathedralglas ist stattdessen eine Technik, bei der man Glasstücken mit einem Bleilot zusammenfügt, sodass der Künstler ein größeres farbiges Glas bekommen kann. Die Glasstücken  möchten entweder transparenten oder durchscheinenden und farbigen sein. Email wird über die Glasstücken aufgetragen oder eine Schicht von dunkler und harter Email wird aufgetragen (also genannt „Grisaille“), das mechanisch abgenommen wird, sodass man verschiedenen Tonen bekommen kann.

Nackte Frau aus Sylvia Laks, Email auf Glas.

<center><a name="shippo">Shippou (Japanische Email)</a></center>

Japanisches Email ist „Shippou“ genannt. Dieses Wort bedeutet „die sieben Schätze“, das ist der Name der sieben Edelsteine und Metalle im Thron Buddhas nach der Tradition des Buddhismus. In Japan hat dieses Wort die Bedeutung „Email“ für seine Helle und weite Farbenskala wie Edelsteine. Japan hat spezielle Techniken entwickelt, die oft verschieden als die Osttechnik sind.

- Doro-Shippō (Opakemail) besteht aus matten und dunkeln Emaillen (besonders grün) für Tieftemperaturen (500-600°C). Das ist die früheste Emailtechnik in Japan. Im 19 Jahrhundert wurde diese Technik verlasst, als man hellere Emaille mit einer weiteren Farbeskala lieber wollte. Trotzdem war es vor Kurzem als traditionelle Technik wiedereingeführt.

- Hira-Shippō (Eingeebnetes Grubenschmelz) besteht aus einer japanischen Version des Grubenemails, wo die Emaille sind als hoch als die Relief der Gravierung sind, sodass man eine gleichartige Oberfläche bekommt.

- Hirata-Shippō (Hirata-Email) besteht aus der Hinzufügung von Emailstucken auf ein Gegenstand, das nicht emailliert ist. Dieses Stil war von der Hirata-Familie entwickelt wurde.

- Hōgyoku-Jippō (Zellenschmelzjuwel) besteht aus der Imitation von Stilen, Farben und Fehler der Ming-Dynastie Emaille (1363-1644) mit neuen Emaillen nach der Zellenschmelztechnik. Der Name wurde aus Emailkünstler Kaji Satarou geprägt.

Moriage-Shippō (Zellenschmelz mit Ausbuchtungen) besteht aus viele Lagen von Email, sodass das Metall mit Email bedeckt wird und man ein Bas-Relief-Effekt bekommen kann.

- Musen-Shippō (Zellenschmelz ohne Drähte) besteht aus einer Technik, wo die Drähten des Zellenschmelzes vor das Brennen abgenommen werden, sodass die ganze Oberfläche  nach Brennen bedeckt wird.

- Shōsen-Shippō (Zellenschmelz mit verborgenen Drähten) besteht aus einer Technik, wo die Drähte des Zellenschmelzes mit verschiedenen Lagen von Email bedeckt sind, sodass man sie nicht sehen kann.

- Tōmei-Jippō (Vollfensteremail) besteht aus derselben Technik des Fensteremail, wo die metallische Oberfläche mit Säuren nach Brennen abgenommen wird, sodass man gefärbte Emaille in einem Rahmen ähnlich dem Kathedralglas bekommt.

- Tōtai-Jippō (Teilfensteremail) besteht aus derselben Technik des Tōmei-Jippō, wo man auch das Rahmen mit Deckemail emailliert.

- Yūsen-Shippō (Standard Zellenschmelz) besteht aus einer normalen Zellenschmelz wie im Westen.

- Yūmusen-Shippō (Zellenschmelz mit und ohne Drähte) besteht aus einer gemischtes Technik, die Musen-Shippō und Yūsen-Shippō kombiniert.

- Zōgan-Shippō (Standard Grubenschmelz) besteht aus einer normalen Grubenschmelz-Technik wie im Westen.