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Kurze Geschichte des Emaillierens

DIE VORLÄUFER DES EMAILLIERENS

Verschiedenen aus Glas und Keramiken gemachten Gegenstände und Edelsteine waren schon im Gebrauch währen des 3. Jahrtausend vor Christus; sie wurden mit Edelmetall- und Edelsteinelemente verfärbt und dekoriert. Die direkten Emailliervorläufer sind, jedenfalls, die Glasproduktion (oft in der Form von Steine, die im Metall gesetzt werden) und Niello, wodurch man eine schwarze Verbindung von Schwefel, Kupfer und Silber produzierte und auf dem Metall mit dieselben Techniken und Technologien gestellte. Einige Ägyptologen assoziieren das Land der Pyramiden mit der Erfindung von Emailwerken. Trotzdem gibt es einige angenommene Werken mit eingelegten und verschmolzen Glasstücken während der 18. Dynastie (1543-1292 v. Chr.), ist es nicht klar, wenn sie wahre Email sind, als das Letzte durch einen Verglasungsprozess bei hoher Temperatur zur Metalloberfläche permanent gebunden werden muss. In der Tat scheint es, dass die ägyptischen Goldschmiede Glassteine in den Zellen an statt das gemahlen Glasmaterial direkt auf die Oberfläche setzten, einlegten und zündeten. Das Heimatland der ersten wirklichen Emaillierungen ist wahrscheinlicher die Mykenische Zivilisation etwa 1500 v.Chr., als die Goldschmiede und Glasmacher ein Glas mir der Eigenschaften der Edelsteinen entwickelten, das nach Mahlen und Brennen zum Gold band. 

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Unter dem ältesten Befunde sollten wir einen 15. Jahrhundert datierten Dolch aus Mykene erwähnen, und besonders die Emailstücke aus Zypern (1400-1000 v.Chr.). Beachtenswerte Beispiele sind die sechs goldenen Ringe von Kouklia (13. Jahrhundert v.Chr.) und das wunderbare Goldene Zepter von Kourion, mit einem 16 cm langen Griff (12. Jahrhundert v.Chr.), dessen Knauf mit Weiß-, Lilien- und Grünemail in halbkreisförmigen Zellen dekoriert ist. In diesem Fall können wir schon eine überraschende Fähigkeit, beide im Arbeiten vom Gold und in der emaillierenden Technik, merken. Viele Jahrhunderte später bis dieser Epoche wurde der Name dieser Technik Cloisonné, von französischem Wort "cloison", das Zelle bedeutet. Ein anderer Name dieser Technik ist Zellenschmelz oder, auf Französisch, "Cloisonné". Die Ringe von Kourion und das Zepter von Kouklia sind heute in Nicosia im Museum von Zypern.

Ein der sechs goldenen Ringe von Kouklia (1400-1000 v.Chr.)

Zepter von Kourion (1100 v.Chr)

DIE EMAILSTRAßEN

Wir haben keinen bedeutungsvollen Befund für die Periode zwischen den 11. Und 8. Jahrhunderte v.Chr., als ob das Wissen des Emaillierens ausgestorben gegangen war. Trotzdem findet man die Technik wieder während des 7. Jahrhunderts v.Chr. in Aserbaidschan unter den Skythen als eine Variation von Zellenschmelz, die Filigranemail bekannt wird. Die Ausführung ist so genau, dass wir annehmen können, dass das Wissen der Technik immer noch in Existenz obgleich nicht doch dokumentiert für die vorherigen Jahrhunderte war. Sogar in Etrurien (Zentrales Italien), Großgriechenland (Süditalien) und Sevilla (Spanien) können wir sehen, dass die Produktion von Emailgegenstände hoher Qualität zum 7. – 4. Jahrhunderte v.Chr.; in Cádiz (Spanien) hat man die Halskette von Gadir gefunden (5. – 4. Jahrhundert v.Chr.) und in Sevilla der Anhänger des Schatz von „El Carambolo“. 

Öhrringe aus der griechischen Insel von Milos, Filigranemail, 6. Jahrhundert v.Chr

Öhrring aus Etrurien (Italien), Zellenschmelz, 6. Jahrhundert v.Chr.

In Gallien (Frankreich) und in der Schweiz (La Tène) produzierte die Kelten emaillierte Gegenstände mit glänzenden roten Emaille in der typischen Technik von Champlevé auf Bronze; im Gegenteil entwickelte Email in den keltischen britischen Inseln sich im 3. Jahrhundert v.Chr. In Griechenland kam Email ins traditionelle Filigranemail auf Gold, und in Krim kann das Skythen Schatz von Kul-Oba.

Detail aus einem Skytischen Armband, Kul-Oba (Krim, Ukraine), Zellenschmelz auf Gold, 4. Jahrhundert v.Chr.

Es war nach zwei Jahrhunderten von Entwicklungen etwa 35-20 v.Chr. in der Meroë-Epoche, dass Email seinem Höhepunkt in Nubien mit dem Schatz der Königin Amanishakheto erreichte. Die ältesten Emailbeispiele in Deutschland bestehen zur flavischen Dynastie (69-96 n.Chr.) im Rheingebiet. Während seines Aufenthaltes in Rom etwa 240 n.Chr. schrieb der griechische Historiker Philostratus von Lemnos, dass die Nordbarbaren auf den Küsten des Atlantischen Ozeanes „Farben auf glühende Bronze stellten“, einmal mehr ein Fall von Champlevé auf Bronze. 

Armband aus dem Schatz der Königin Amanischaketo, Nubien, Zellenschmelz, 35-20 v.Chr.

Es scheint, dass es in Altertum zwei Emailstraße aus Zypern gab: eine erste Straße durch Ägypten, Mesopotamien, Persien, den Kaukasus und Krim, und eine andere Straße durch Griechenland, Großgriechenland und Etrurien, und davon bis die Kelten und durch die Balkanländer zu den Germanen. Keltisches Champlevé auf Bronze erreichte Großbritannien von diesem Weg. Diese Emailstraßen werden sich später in der Zeit der barbarischen Invasionen kreuzen.

Pfanne aus die Staffordshire Moorlands, Britannien, Champlevé auf Bronze, 2. Jahrhunder n.Chr.

SPÄTERES ALTERTUM

Wenige sind die historischen Zeugen und der Tatbestand des Emails in Altern Rom außer dem Ergebnis von emaillierten Dolchen und Scheiden für die Armee. In der Wirklichkeit hatten sowohl die Römer und die Barbaren zusammen eine lebenswichtige Funktion für das Ausbreiten des Emails auf Bronze. Dank der Ausdehnung des Reiches verbreiteten die Römer emaillierte Gegenstände mit einem unbekannten Ursprung. Es war die Geburt des hybriden gallisch-römischen Stiles von Champlevé auf Bronze mit einem groben Emailstil. Der Befund von mittelalterlicher Gegenstände mit Zusammenstellungen gleich zu jenen von römischen Millefiori-Glas enthüllt hat, dass die Emaille von Altern Rom nach der Umwandlung des Reiches zum Christentum im Mittelalter für die Schaffung neuer Werken wiederverwertet wurden und so den offensichtlichen Mangel an Befund in der Kaiserlichen Periode erklärt wird. Das ist das gleiche Schicksal wie das von anderen Bildungsmaterialen der Periode. Wir werden später mit diesem Phänomen und seinen dokumentarischen und chemischen Proben handeln.

Während des 4. Jahrhunderts drangen die Hunnen vom Osten nach Westeuropa ein und zwangen die Germanen und Goten zu fliehen, so dass das barbarisch-römische Zelleschmelz wiedereingeführt wird. 

Fibel mit Cloisonné-Email aus dem Schatz von Sutton Hoo (7. Jahrhundert)

FRÜHMITTELALTER

Während des 6. Jahrhunderts fuhren die Langobarden die Ostgoten aus Italien weg und ließen sich in Ravenna nieder, wo sie die byzantinische Zellenschmelztechnik. Einer der wichtigsten Gegenstände, der von den Barbaren, Ostgoten, Langobarden und Franken verlassen wird, ist die berühmte Eiserne Krone, die über verschiedenen Phasen vom 5. bis zum 8. Jahrhundert geschaffen wird. Die traditionelle Version seiner Ursprünge ist teilweise von der Analyse der Universität von Mailand bestätigt worden: das Gold der Krone kommt vom Alter von Konstantin der Größe (etwa 350), während König Theodoric beauftragte den Zusatz von 24 Emailplatten etwa 500 nach Christus. Nach einige Modifizierungen der Langobarden, war es dank einer Reihenfolge von Karl dem Große, dass 21 der 24 Kalium-basierenden Emailplatten mit neuen Limo-basierenden Emailplatten für seine Krönung am 25. Dezember 800 ersetzt wurden. Die italienischen Ateliers dieser Zeit wurden sehr berühmt für ihre perfekten Emailstücken mit dem typischen karolingischen Stil (10. – 11. Jahrhundert) und überall im Heiligen Römischen Reich während der Periode exportiert werden. Ein Zeuge von großer Wichtigkeit der späten karolingischen Epoche ist das Antependium des Altares von Ambrose in Mailand, das etwa 850 vom Goldschmiede Volvinius und die „Meister der Geschichten von Christus“.

In Georgien findet man Zellenschmelzikonen, die sind heute von schönen Künsten in Tiflis, zusammen mit due spätere Triptychen von Martvili und Khakhuli (9. – 12. Jahrhundert).

Eiserne Krone, gefertigte zwischen dem 5. bis 9. Jahrhundert. Dom von Monza.

Byzantinisches Cloisonné vom Altarteil aus St. Ambrosius (Mailand, 850) von Goldschmied Volvinio

In Deutschland kann man dieselbe Entwicklung zwischen der 8. und 9. Jahrhunderte sehen, als der Einfuhr von byzantinischer Zellenschmelz belebte die Deutschen Goldschmiede, Kunstwerken zu produzieren, besonders als Reliquiaren. Zwischen den wichtigsten Werken der Ottonischen Epoche (887-1000) erinnern wir die Reliquiare, die für Erzbischof Egbert von Trier (950-993) produziert werden. Besonders nennt man hier den Andreas-Tragaltar, die Peter-Kreuzstab und den Reliquiar desheiligen Nagels. Diese Werke sind im Schatz der Kathedrale von Trier. 

Der Andreas-Tragaltar oder Egbert-Schrein, 45 x 22 cm, 10. Jahrhundert

Über diese Periode erscheint eine neue Technik, d.h. der Senkschmelz, wo der Goldschmied die Figuren in der Metallbasis schnitzte, die Zellenschmelzdrahte hinzuzufügen, um die Details der Zeichnung zu markieren. Das ist ein erster Schritt zum wahren Champlevé auf Gravierung. Ein klassisches Beispiel dieser Technik ist die Krone von St. Stephen, das nationale Symbol von Ungarn, die aus zwei Diademen gemacht wird, einem Western mit lateinischen Inschriften und noch einem mit griechischen Ursprung, und datierte zum 11. Jahrhundert.

Stefanskrone, Senkschmelz, Ungarn, 11. Jahrhundert

Trotz der Gegenwart von einigen byzantinische-Stil-Arbeiten im Hochmittelalter war es nach nur dem Ende von der Bilderstürmerkontroverse (9. Jahrhundert), dass die Kombination von Ikonographie und Zellenschmelzemailkunst zum Goldenen Alter von Konstantinopel und byzantinischem Email führte. Am größten ist die sogenannte „Pala d’Oro“ (Goldenes Altarbild) in den Markusdom in Venedig. Pietro Orseolo I (976-978) kommissionierte ein Antependium für die Kathedrale, aber es war nur Ordelafo Falier (1105), der hat es in einem Goldenem Altarbild mit mehrere byzantinische Emailikonen modifizieren lasst. Die Pala war noch zweimal modifiziert für Pietro Ziani (1209) und Andrea Dandolo (1342). Das Goldene Altarbild hat heute 250 Zellenschmelzemaillen. 

Detail von der "Pala d'Oro" (Altarretabel) im Markusdom, Venedig (10.-15. Jahrhundert, 3,48 x 1,40 m).

DIE MITTELALTERISCHEN SCHULEN

Während des 11. – 12. Jahrhunderten, die Manufakturen in Mailand, Trier und Limoges anfingen, Gold und Silber mit goldenem Kupfer. Etwa 1080-1100 erscheint eine neue Manufaktur in Conques mit eine Produktion von religiösen Gegenständen unten der Führung vom Abt Begon III. In Conques entwickelte man die neue Technik Grubenschmelz, wo man mit einem Grabschnitzel oder mit Säuren die Kupferoberfläche gräbt. Die Werkstatt von Conques verfiel etwa 1130 und ihre Erbschaft wurde von vier Schulen bekommen: die limousine Schule in Frankreich, die maasländische Schule in Belgien, die rheinische Schule in Deutschland und eine vierte Schule in Spanien. Diese Schulen hatten ihre Heimaten in den Städten von Limoges, Lüttich, Köln und Silos, die durch die Jakobsweg legen. 

Lage der Städten von Conques, Limoges, Köln und Silos am Jakobsweg.

Die rheinischen und maasländischen Emailkünstler wurden schon weltbekannt, wie Elbert von Köln, Roger von Helmarshausen, Godefroy de Claire und besonders Nicholas von Verdun, Autor des Dreikönigsschrein im Kölner Dom (Deutschland) und des Altarbilds im Stift Klosterneuburg (Österreich).

Krummstab, champlevé- Technik, c.1150 AD Hostienbehälter und Reliquienschrein,

Champlevé basse-taille Technik, 1200. Castello Sforzesco, Mailand.

Als wir schon angedeutet haben, ist es interessant, dass die Uhrkomposition des Emails war wie das ältere Millefiori-Glas der Römer. Ein Autor dieser Epoche, Theophilus Presbyter (der ein Pseudonym für Roger von Helmarshausen nach der Meinung einige Experten sein möchte) sagt in seinem Handbuch Diversarum Artium Schedula, dass man die römischen Gläser mit heidnischen Themen für die Produktion von Emailwerken mit religiösen Themen wiederverwertete. Etwa 1200 endeten diese Ressourcen und sollten die Künstler in Limoges ein neues spezielles Glas für Email mit einem Rezept aufgrund Soda und mit einem größerem Bleiinhalt produzieren.  

Dreikönigsreliquiar von Köln (1190-1220) – Nicholas De Verdun Kölner Dom

Die Schule von Limoges war nämlich einzig, als sie war die einige Schule, die bis heute nach viele Krisen- und Dekadenzperioden überlebt hat. Es war möglich vielleicht dank des Vierten Laterankonzils (1215) unter dem Papst Innocent III; dieses Konzil entscheidet, dass die Eucharistie immer in einem speziellen Behälter bewahrt muss. 1229 das Synode von Winchester endlich entscheidet, dass die Hostientauben (Behälter, die schon seit dem 4. Jahrhundert benutzt wurden) gut für die Aufbewahrung des Allerheiligsten waren. In dieser Epoche, die Werkstatt Limoges (auch „Opus Lemovicense“ genannt) produzierte wunderbaren Hostientauben mit Email auf Kupfer, die sehr billiger als die goldene Tabernakeln waren. Leider verringerte diese Maßproduktion den schaffenden Antrieb von Limoges.

SPÄTMITTELALTER

In der Mitte des 14. Jahrhunderts begann die Werkstatt Limoges ihre erste Dekadenz und Siena in Italien bekam die Heimat einer neuen Emailtechnik, das Grubenreliefemail, wo man durchscheinendes gefärbtes Email auf einem ziselierte Bas-relief aus Silber oder Gold stellt, so dass die Tiefen und die Helligkeit des Edelmetalls verschiedenen Farbtönen und Chiaroscuro-Effekte schaffen.

Eine Wiederherstellerin der Vatikanischen Museen schrieb:

Die Schaffung von durchscheinende Email war möglich dank der Fusion von zwei verschiedenen technologischen Erlebnissen: die erste ist die französische Tradition des Basreliefs auf Metall: die andere ist die Benützung von halbdurchsichtigen Emailfarben in der Byzantinische Tradition“.

Flavia Callori di Vignale, “Il Calice di Guccio di Mannaia nel Tesoro della Basilica di San Francesco ad Assisi”

Das erste Kunstwerk mit der Grubenrelieftechnik kommt aus dem Kelch vom Papst Nikolaus IV (heute in Assisi), ein Werk vom Goldschmiede Guccio di Mannaia, der dieser 22 cm hoch Kelch mit 96 kleinen durchscheinenden Emailfarben dekorierte. Die Technik von Guccio di Mannaia hatte schon Erfolg mit den Goldschmieden von Siena, die diese Technik verbesserten und für die Schaffung von Kelchen und Hostientellern und anwendeten. Wir nennen hier Duccio di Donato, Tonino di Guerrino und Andrea Riguardi. Im Jahr 1337 schäfte der Goldschmiede Ugolino di Vieri das größte (139 cm hoch) Meisterwerk mit dieser Technik, das Reliquiar des Wunders von Bolsena im Dom von Orvieto mit 32 Emailszenen.

Links, Reliquiar der Kathedrale von Orvieto aus Ugolino di Vieri (1337-1339).

Rechts, Nikolauskelch (1288-12929) aus Guccio di Mannaia (Franziskuskirche, Assisi). Das ist das erste Beispiel von Basse-taille Email.

Die Technik kam schon in Spanien während des Reichs von Jakob I von Aragon (1276 gestorben) an. Mallorca bekam das wichtiges Zentrum mit Manufakturen, die von Goldschmieden aus Provence, Siena und Neapel auf der Insel kamen; ein anderes Hauptzentrum der Emaillierung in Spanien war Valencia dank der Werken von Pere Berneç während des Reichs von Peter IV von Aragon (1387 gestorben). Pere produzierte viele religiöse Gegenstände wie das Goldene Altarbild in der Kathedrale von Girona. 

Altarbild der Kathedrale von Girona, eine Kunstwerk von Pere Berneç

In dieser Periode, Iran bekam die Heimat einer neuen Emailproduktion während des Reichs von Ghazan Khan (1271-1304). Diese Emailwerken haben einen Miniaturmalereistil mit geometrischen Mustern und Blumenmotiven, die typisch der Islamischen Kultur sind. Diese Technik ist Minakari, d.h. „Himmel“, genannt, als Blautonen sind sehr überwiegend. 

ENTWICKLUNGEN UM DIE WENDE ZUM 15. JAHRHUNDERT

Das erste Dokument bezugnehmend auf der Technik des Fensteremails ist ein Inventar vom Papst Bonifaz VIII datiert 1295, wo es als „smalta clara“ erwähnt ist. Trotzdem ist das erste bekannt Beispiel das Kelch von Mérode aus Vermeil (goldenes Silber), der in Bourgogne etwa 1400 für die belgische Familie Mérode geschaffen wurde.

Kelch von Mérode aus Vermeil (goldenes Silber), Fensteremail, Bourgogne, 1400

In den Jahren 1380-1420 begannen die Künstler einige Experimenten mit neuen Formen von Emaildekoration, die gefährlicher als die vorigen Techniken waren. Das ist besonders das Moment der Technik Körperemail in Paris und London. Ein möglicher Ursprung für diese Entwicklungen ist, dass die Künstler von Limoges wegen des Hundertjährigen Kriegs (1337-1453) und des Massakers von Limoges (19. September 1370) nach Paris entflogen und beim Herzog von Berry Schutz fanden. Die ersten Körperemailbeispiele dieser Periode waren das „Reliquiar von Montalto“, das „Reliquiar des heiligen Dorns“ und das Goldene Rössl. Man soll auch das Juwel von Dunstable nennen.

Drei der ersten Körperemail-Werken:. Links, Reliquiar des heiligen Dorns, 1380, British Museum (London); in der Mitte, das Goldene Rössl, 1404, Kirche von St. Anna (Altötting, Deutschland); rechts, Tafel der heiligen Trinität

Im frühen 15. Jahrhundert kam die Perser Emailtechnik von Iran und Pakistan bis zu China an, die sie als „Islamische Waren“ im Buch Ge Gu Yao Lun bekannt sind.

DIE RENAISSANCE: EMAILMALEREI UND MALEREMAIL

Während des 15. Jahrhunderts begann Norditalien (und besonders Venedig) eine Produktion von Malerei auf Email, die das Porzellan imitierte. 

Vasen, Platten, Krug und Bassin, lombardische und venezianische Kunst

Die größte Renovierung im Feld der Emaillierung war die Schaffung der Emailmalerei, also „émail peint“ genannt, die gleichzeitig in Italien und Frankreich erschien. Jean Fouquet lernte die Technik in Italien aus seinem Meister Filarete und produzierte vorzeitig die erste Emailkamee mit eine Technik ähnlich Emailmalerei und Grisaille. Email war nun fertig, eine wirkliche Kunst zu werden, als die Emailfarben jetzt wie Ölfarben auf Leinwand gestellt wurden. Die Helligkeiten verbesserten dank der Transparenz des Emails auf Silber- oder Goldblättchen. Am Ende des 15. Jahrhunderts haben wir etwa 40 Werken, die am selben Autor oder Atelier „Pseudo-Monvaerni“ zuschrieben werden, wo man ein alle die typischen Charakteristiken der Emailmalerei finden kann, aber nicht als gut als die spätere Malerei des 16. Jahrhunderts sind.

Selbstporträt von Jean Fouquet (Louvre).

Pseudo-Monvaerni, 12x16 cm (spätes 15. Jahrhundert)

Die erste vollkommene Emailmalerei ist eine Kreuzigung von Nardon Pénicaud (1470-1542), 1503 datiert. Nardon war der Urvater eine Dynastie von Emailmaler in Limoges. Dieses Werk wurde von René II von Lorraine kommissioniert und ist heute in Museum von Cluny. In dieser Periode ist auch die Grisaille-Technik geboren, etwa 1530. Die besten Werken kombinieren Elementen von Emailmalerei und Grisaille mit Edelmetallblättchen. Das ist die Wiedergeburt von Limoges, wo man viele wichtige Künstler findet, wie Pierre Courteys, Pierre Raymond, Nouailher, Jacques Laudin, Jean de Court und ihre Tochter, Susanne de Court, die erste Künstlerin, dessen Name bekannt ist. Es gibt auch namenlose Künstler wie der Meister der Äneide. 

Kreuzigung, Nardon Pénicaud, Emailmalerei, Limoges, 1503.

Der berühmteste Emailkünstler ist sicher Léonard Limosin (1505-1577), der mit dem Titel „valet du roi“ für die den Hofstaat l in Paris arbeitete. Limosin hatte in der Schule von Fontainebleau arbeitet und produzierte Hunderten Emailporträten und mythologischen Malereien mit seinem Entwürfen. Für diese Fähigkeiten ist ein der berühmtesten und besten Exponenten von Limoges in der Renaissance.

Zwei Arbeiten von Léonard Limosin. Links: Flagellation,

Email auf Kupfer, 18x25 cm, vermutlich von Léonard Limosin, 1550.

Rechts: Porträt des Pfalz-Grafen Jean Philippe, von Léonard Limosin, 1550

Grisaille Technik. Links : Jean Laudin. Rechts : Florentinische  Schule

Zwischenzeit empfing Man Singh I, Radscha von Amber, die erste Emailkünstler aus Punjab (Pakistan) in Jaipur (heutiges Rajasthan, Indien) und die Stadt wurde schon ein der Hauptzentren des Minakari-Emails in Indien, zusammen mit Lahore und Delhi

Emailkunst verfiel am Ende des 16. Jahrhunderts wegen der neuen Geschmäcken und die niedrigere Qualität der Maßproduktionen. Die Technik dieser Periode, Maleremail genannt, war eine Imitation des Porzellans. Man kann ein Erfolg der Miniaturen auf Tabak- und Puderdosen oder Uhren und Juwelen. Die Technik ist perfekt für den neuen Rokoko-Stil und für die Luxusgegenstände.

SEIT DEM 17. JAHRHUNDERT BIS ZU UNSERE ZEIT

Am Anfang des 17. Jahrhunderts waren die Schweiz und Frankreich die Heimat einer neuen Technik, die Emailminiatur. Jean und Henri Toutin aus Genf entwickelten diese Technik im Jahr 1632, als sie erst Metalloxydfarben mit einem Pinsel direkt auf einer durchscheinenden neutralen Email auf Kupfer stellten. Ein Schüler von die Brüder Toutin war Jean I Petitot, also genannt der Raphael von Email für seine perfekte Werken, besonders seine Porträten aus der Entwürfen von Anton van Dyck und eine von Turquet de Mayerme entwickelte Palette. Der größte Emailporträtist war vielleicht Jean-Etienne Liotard (1702-1789).

Porträt von Ludwig XIV. "der Sonnenkönig", Emailminiatur von Jean Petitot während der Periode 1649-1691.

1753 öffnete die erste industrielle Emailmanufaktur in Battersea (England).

Während der diplomatischen Reise in Westeuropa im Jahr 1697-1698 traf der Zar Peter der Größe dem Emailminiaturmaler Charles Boit, der unter dem König Wilhelm III. von England arbeitete. Peter wurde so fasziniert mit dieser Technik, dass er westeuropäischen Emailkünstler in der neue Hauptstadt Sankt Petersburg einlud. Grigorij Semënovič Musikijskij (1670-1740) aus Moskau wurde der erste russische Emailminiaturmaler, der einige Emailporträten von Peter und seine Familie malt. Ein anderer Emailminiaturmaler war Andrei Owsow, der einen französisch-englischen Pointillé-Stil benutzte. 

Im Jahr 1763 öffnete der Erzbischof von Rostow das erste Atelier von Emailikonographie in Russland. Die Technik, wo man Emailfarben auf weißem Email stellte, ist heute „Finift“ genannt. Sie wurde schon nicht nur für religiösen, sondern auch für profanen Werken benutzt.

Die Technik war schon nicht nur für religiösen, sondern auch für profane Ziele. Von 1845 bis 1872 öffnete die Porzellanmanufaktur in Sèvres eine Emailkunstwerkstatt. Während dieselbe Periode war René Lalique der größten Emailkünstler der Art Nouveau.

Inzwischen entwickelte ehemaliger Samurai Kaji Tsunekichi, wie man den chinesischen Zellenemailstil imitieren könnte und öffnete er die erste Werkstatt mit Staaterkennung in Nagoya. Email hatte schon in Japan 1620 ankommen, aber es war nur mit Tsukenichi, dass die Goldene Epoche des Emails bis 1960 begann.

Ein Paar Vasen von Kaji Tsunekichi, Yūsen-Shippō (Zellenschmelz),  Japan, 19. Jahrhundert

Das Ende des 19. Jahrhunderts sah die Krise des Porträts wegen der Entwicklung der Daguerreotypie. Eine notwendige Ausnahme war Carl Fabergé in Sankt-Petersburg, der eine neue Technik benützt: das durchscheinende Email auf Guilloché. Er ist berühmt hauptsächlich für seine Fabergé-Eier für die Zaren. 

Ein italienischer Vertreter Vincenzo Miranda, Gold- und Silberschmiede aus Neapel, der an die internationale Ausstellung 1900 angenommen hat. In Österreich kann man jedoch die Emailmalereien von Hermann Ratzersdorfer und Hermann Böhm aus Vienna.

Im 20. Jahrhundert ernennen wir Robert Barriot in Frankreich, Egino Weinert in Deutschland, und viele Italiener wie Giuseppe Guidi (1880-1931), Giuseppe Maretto (1908-1984) und Mario Maré (1921-1993) in Italien. Diese Meister benutzten ein einiges Stil, das „Champlevé mit lockeren Schnitz“, wo man die Grenzen der Figuren im rohen Email graviert, um die verschiedenen Farben zu scheiden und ein Bas-Relief-Effekt zu schaffen.

Auch in Italien finden wir auch viele Designer, wie Gio Ponti, Armando Pomodoro oder Sottsass, die mit Emailkünstler in der Produktion von innovativen Design-Gegenständen kollaborierten, wie Paolo De Poli, Franco Bucci, Franco Bastianelli und der Atelier „Studio del Campo“.

Die Gründung des C.K.I. im Jahr 1979 war ein der wichtigsten Ereignisse, die zur Wiedergeburt des Emails im internationalen Gebiet durch die Zusammenarbeit der Künstler geholfen hat.

ZUSAMMENFASSUNG

Im Lauf von 35 Jahrhunderten entwickelten sich verschiedene Techniken des Emaillierens und wurden in vielen Völkern, die sich in Kultur, Religion und sozialem Hintergrund unterschieden, immer weiter vervollkommnet.
Sie wurden von verschiedenen Schulen und Kunstrichtungen aufgegriffen und verbreitet. Doch es macht den besonderen Reiz dieser "angewandten Kunst" aus, dass sie allen Hindernissen zum Trotz die Gegenwart weitgehend unversehrt erreichte. Diese schwer zu beherrschende Kunst des Emaillierens bleibt einer kleinen Elite von Künstlern vorbehalten, welche sich für die erstaunlichen Ergebnisse begeistern, die erst nach  bis zu zehn Bränden bei ca. 800 Grad entstehen. Ein unergründliches Schicksal hat diese alten Techniken bewahrt und es ermöglicht, dass sie heute noch in fast identischer Weise ausgeübt werden, wie die folgenden Beispiele zeigen sollen:

Cloisonné, mit den vom Egino Weinert von Köln hergestellten Gestaltungswerken und mit den Werken der 90-Jahre alten Künstlerin Gertrud Rittmann-Fischer, die emaillierte Geschichten und Poesie erzählen.

Die oft mit Grisaille kombinierten Durchscheinenden Technik von Larisa Solomnikova, deren Emailstücke scheinen wie Juwelen.

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Egino Weinert  - Gertrud Rittmann-Fischer - Larisa Solomnikova

- Ronde-bosse, Champlevé und Plique-à-jour Techniken, die von die Goldschmiede benutzt werden.

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- Die Grisaille-Technik wird selten benutzt, aber sie von den Meistern wie Jean Zamora preserviert wird.

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Beispiele von abstrakten Ausführungen fehlen nicht, 

wie in dieses futuristischen Email zugeschrieben zu Balla:

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Die perfekte Email-peint Technik von Betourné aus Limoges oder die Doña (Monna) Margarita von Francesc Vilasís-Capalleja aus Barcelona und die Kunst Aufregungen von Micaela Doni.

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              Betourné  (Limoges)            -          Francesc Vilasís-Capalleja (Barcelona)

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Micaela Doni   (Monza-Brianza Italien)

Stellen wir uns vor, dass Leonardo Email benutzt hätte, um eins seiner Meisterwerke, die Mona Lisa im Louvre zu malen; es wäre heute geschützt vor der Abnutzungen durch die Zeit: es würde sein, als ob es noch „neu“ wäre und würde seine ursprünglichen hellen Farben, gerade entnommen aus einem Brennofen mit den künstlerischen Händen des Meisters, immer noch haben.

Die "Mona Lisa" mit ihren von Alter verursachten Felten (Leonardo da Vinci, zirka 1510), im Vergleich mit dem Porträt der Königin von Schottland und Frankreich Maria Stuart (Léonard Limosin, zirka 1559-1560), das noch wie "neu" scheint.

Leonardo wusste es so gut, dass er so in seinem Werk Trattato della Pittura² über Malerei und Skulptur geschrieben hat:

"Eine Emailfarbenmalerei über dickem mit weißem Email gedecktem Kupfer, die im Feuer gelegen und gebrannt wird, dauert noch mehr als Skulptur."

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Anmerkungen

¹ Campana-Sammlung im Musée du Louvre.

² Trattato della Pittura: Sammlung von Schriften, die von seinem Lieblingsschuler und Haupterbe Francesco Melzi zwischen 1519 und 1542 zusammengestellt wurde. Codex Urbinas 1270, Vatikanische Apostolische Bibliothek.

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